„Thank You For Calling“

von Redaktion Wuermtal.Net

Sind Handys doch krebserregend?

„Thank You For Calling“ - sind Handys doch krebserregend?
„Thank You For Calling“ - sind Handys doch krebserregend?

Mobiltelefonie hat sich in kürzester Zeit als unersetzliche Kommunikationstechnologie durchgesetzt: Weltweit gibt es über sieben Milliarden Handynutzer. Ähnlich wie beim Rauchen können sich mögliche fatale Folgen jedoch erst nach Jahrzehnten der konstant erhöhten Strahlungseinwirkung zeigen.

THANK YOU FOR CALLING läuft am 3., 6. und 10. Oktober im Rio-Filmpalast (München)
THANK YOU FOR CALLING läuft am 3., 6. und 10. Oktober im Rio-Filmpalast (München)

Der Film geht nicht nur ernsthaften Hinweisen auf mogliche Gesundheitsrisiken nach, sondern vor allem der Frage, warum diese Forschung bisher kaum in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist. Ziel dieses Doku-Krimis ist es, dass sich die Handynutzer ein eigenes, objektives Bild der aktuellen Forschungslage machen konnen, das nicht von der Industrie gefärbt ist.

THANK YOU FOR CALLING ist am 3., 6. und 10. Oktober im Rio-Filmpalast München (Rosenheimer Straße 46) zu sehen. Am 3.10. um 20 Uhr gibt es eine Sondervorstellung mit Filmgespräch mit dem Regisseur und einem der Filmprotagonisten Prof. Dr. Wilhelm Mosgöller (Medizinische Universität Wien), am 6.10. um 18 Uhr mit dem Regisseur und Frank Berner, Vorstand des Vereins fur Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte München.

Prof. Dr. med. Wilhelm Mosgöller, Krebsforscher mit dem Spezialgebiet Mobilfunk an der Med. Universität Wien, kommt zur Sondervorführung von THANK YOU FOR CALLING. Der Film zeigt einerseits den Protagonisten Prof. Mosgöller als einen der wissenschaftlichen Kronzeugen bei den sogenannten Gehirntumorklagen gegen die Mobilfunkindustrie am Washington D.C. Superior Court, dem obersten Zivilgericht der USA, andererseits als Forschungskoordinator zweier spektakulären Mobilfunk-Studien:

Die österreichische Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) hat Professor Mosgöllers ATHEM-Report II "Untersuchung athermischer Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich", durchgeführt an der Medizinischen Universität Wien, nunmehr erstmalig im August 2016 veröffentlicht.

Untersuchung athermischer Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich
Untersuchung athermischer Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich

Ein Anlass der Untersuchung war, dass in Italien das Cassationsgericht Rom, die höchste Gerichtsinstanz, erstmals den Gehirntumor eines Managers auf sein häufiges Mobiltelefonieren zurückgeführt hat. Beim ATHEM - Projekt lag ein Schwerpunkt auf Labor-Untersuchungen zum zellulären Mechanismus möglicher gentoxischer Wirkungen.

Der ATHEM - Report bestätigt:

  • Mobilfunkstrahlung kann das Erbgut (DNA) schädigen
  • Der Schädigungsmechanismus ist oxidativer Zellstress
  • Die Schädigungen sind athermische Wirkungen, vor denen die geltenden Grenzwerte nicht schützen

Während die 2010 veröffentlichte Studie (ATHEM1), quasi eine Bestätigung der europä- isch geförderten Reflex-Studie (Leitung Prof. Dr. med. Franz Adlkofer) war, wonach nicht wärmebedingte, also a-thermische Strahlung ausreicht, um sogenannte DNA-Strangbrüche in den Zellen hervorzurufen, (ein frühes Warnzeichen zu möglichen Krebserkrankungen), wurde bei ATHEM2 der eigentliche Wirkmechanismus entschlüsselt.

Aus dieser Studie gehen brisante Daten hervor
Aus dieser Studie gehen brisante Daten hervor

Aus dieser Studie gehen brisante Daten hervor, die sicherlich auch bei den Prozessen in Washington D.C. Einfluss auf den weiteren Prozessverlauf nehmen werden. Denn das AUVA-Forscher-Team hat nun erstmals eine biologische Erklärung dafür gefunden, warum unsere DNA auch ohne viel Energie-Eintrag und Temperaturentwicklung geschädigt werden kann.

In den USA laufen derzeit mehrere Schadenersatzklagen gegen die Mobilfunkindustrie, die vom Washington D.C. Superior Court zu einer Sammelklage zusammengefasst wurden. Gehirntumorpatienten wollen beweisen, dass die Strahlungseinwirkung der Handynutzung für ihre Erkrankung mitverantwortlich ist. Der Dokumentarfilmer Klaus Scheidsteger begibt sich auf eine umfangreiche Recherchereise, an der er die Zuschauer in einer Mischung aus TV-Archivmaterial, nachgestellten Szenen und Originalbegegnungen teilhaben lässt.

THANK YOU FOR CALLING ist ein Film von Klaus Scheidsteger. Produktion: Klaus Scheidsteger / die Schneiderei Audio & Videoproduktion GmbH Bundesweiter Kinostart 15. September 2016. Der Film wurde unabhängig ohne staatliche Filmfördergelder oder eine Senderbeteiligung produziert.

Filmtrailer

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