Raus ins grüne Oberbayern

von Redaktion Wuermtal.Net

Die fünf schönsten Ausflugsziele rund um München

München hat viele wunderschöne Seiten. Mit dazu zählt die herrliche Natur direkt vor der Stadt. Was gibt es am Wochenende entspannenderes als dem Trubel der Großstadt zu entfliehen und das grüne Münchner Umland zu erkunden? Hier locken die schönsten Badeseen, idyllische Dörfer, sattgrüne Wälder, saftige Wiesen und wunderschöne Bergpanoramen. Gerade weil die Auswahl an Ausflugszielen rund um die Isarmetropole so groß ist, fällt die Entscheidung wo es hingehen soll oft umso schwerer. Aber das muss nicht sein! Wir zeigen Ihnen die fünf schönsten Ausflugziele, die Sie sich nicht entgehen lassen dürfen. Noch mehr Tipps gibt’s im neuen Freizeitführer Raus ins Grüne München (J. Berg Verlag).

1. Irschenberg-Runde

Den Irschenberg kennt fast jeder von den Staumeldungen auf der Autobahn, aber wer dort einmal einen Stopp einlegt, auf den warten eine herrlich einsame Natur und viele tolle Aussichten. Auf einer Wanderung entlang kleiner geteerter Wege und ruhigen Nebenstraßen sowie naturbelassenen Pfaden kann man den Irschenberg erklimmen und die wunderschöne 360° Rundumsicht vom Aussichtspavillon aus genießen. Fast am Ende der Tour lädt der gemütliche Gasthof Zum Moar zu einer Einkehr ein.

Wegbeschreibung Irschenberg-Runde
Skizze Irschenberg-Runde
Skizze Irschenberg-Runde © Bruckmann Verlag GmbH / Heidi Schmalfuß

Von der Südseite der Irschenberger Dorfkirche wandern wir auf der Miesbacherstraße um die Kirche herum und biegen am Gasthof zur Post in die Breitensteinstraße ein. Nach wenigen Metern folgen wir links der Beschilderung nach Schlachtham. Auf der kleinen Straße geht es abwärts durch den Wald, danach an Feldern entlang. Schon schweift unser Blick weit über das Alpenvorland bis Rosenheim. Die kleine Nebenstraße führt schließlich unter der Autobahn hindurch und wir wandern bis zur Straßenteilung. Nun sind wir in Schlachtham und biegen rechts auf die kleine Straße ein.

Jetzt müssen wir ein wenig aufpassen. Ca. 250 Meter nach dem letzten Bauernhof erreichen wir den Waldrand. Hier vollführt unsere Straße eine kleine Rechtskurve. Genau an dieser Stelle führt ein Forstweg abwärts in den Wald. Eine große Eiche markiert die Stelle. Wir folgen dem Forstweg, der in einigen Schleifen abwärts zum Dettendorfer Bach führt. Dieser schlängelt sich hier vollkommen einsam, wild und naturbelassen durch einen tief eingeschnittenen Graben. In Bachnähe wird der Weg dann schlechter, wir halten uns etwas links und folgen dem Weg. So kommen wir zu einer uralten, schmalen eisernen Brücke.

Auf der anderen Seite ist der Waldweg dann wieder breiter und führt aufwärts. Wir halten uns rechts und kommen so nach Eulenthal. Vorbei an herrlichen Streuobstwiesen wandern wir auf der kleinen geteerten Straße durch den Weiler und folgen dann der Straße über Felder nach Oberlengendorf. Bevor wir auf die größere Autostraße treffen, biegen wir rechts in die kleine Straße an den Häusern ein.

Ein uraltes Wanderwegschild »Winstött« markiert die Stelle. Auch hier müssen wir nun aufpassen. Nach nur 60 Metern, an dem großen bayerischen Landhaus mit dem gemalten Hausspruch über Musik, biegen wir rechts in einen Wanderweg ein, der gleich darauf wieder über einen Bach führt. Dahinter geht es geradeaus weiter und wir treffen auf eine Wiese. Hier führt ein kaum sichtbarer Trampelpfad in westlicher Richtung zur nächsten Baumreihe. Vor allem wenn das Gras hoch steht, ist er kaum erkennbar.

An den Bäumen stoßen wir wieder auf einen Feldweg, dem wir nun nach links folgen. Am nächsten einsamen Hof bleiben wir in Wanderrichtung auf einer kleinen Straße, die sich dahinter teilt. Jetzt geht es nach rechts in die Sackgasse, bis nach Rann.

Dort beginnt hinter den Häusern ein Wanderweg links in den Wald hinein. Er führt steil abwärts zum Dettendorfer Bach. Unten angekommen müssen wir wieder etwas nach dem Weg suchen. Wir sehen, dass sich hier der Röthengraben-Bach mit dem Dettendorfer Bach vereint. Wir halten uns zunächst ein kurzes Stück nach rechts und treffen dann wieder auf eine der Eisenbrücken.

Hier queren wir den Dettendorfer Bach. Auf der anderen Seite steigen wir etwas geradeaus aufwärts, links von uns sprudelt der Röthengraben-Bach hinab. Dann zweigt ein deutlich schmalerer Pfad nach links, dem wir folgen müssen. So stoßen wir kurz darauf erneut auf eine Eisenbrücke, auf der wir schließlich den Röthengraben-Bach queren. Wieder auf der anderen Seite führt ein ziemlich lehmiger, aber zumindest breiter Weg steil aufwärts.

Oben treffen wir am Waldrand auf eine Wiese, über die ein kleinerer Trampelpfad weiter bergauf führt, der uns in den Weiler Alb und zur ersten Wallfahrtskirche bringt. Sie ist dem Heiligen Anianus geweiht.

Nach der Besichtigung steigen wir hinter der Kirche über eine Wiese abwärts und folgen nun dem uralten Wallfahrerweg, vorbei an der Anianusquelle zum Röthengraben. Ein letztes Mal queren wir auf einer wackeligen Brücke das Gewässer und folgen dann dem Weg in Kurven aufwärts aus dem Wald.

Bald taucht der Kirchturm des bekannten Wilpartinger Kirchleins auf, auf das wir zugehen. Deren Besichtigung können wir vor oder nach einer Einkehr im Gasthaus zum Moar in Erwägung ziehen. Für die letzte Wegetappe folgen wir der Straße, die zur Kirche führt. Sie teilt sich gleich, wir folgen ihr nach rechts, unterqueren die Autobahn und folgen der Straße in einer weiten Linkskurve aufwärts. So erreichen wir eine Straßenkreuzung. Geradeaus geht es in den für Autofahrer gesperrten Weg und wir erreichen den Aussichtspavillon am Irschenberg. Die wunderbare 360°-Rundumsicht lässt keine Wünsche offen.

Danach folgen wir dem Feldweg, der auf den Kirchturm von Irschenberg zu führt. Vorbei an der einsamen Linde kommen wir so nach Irschenberg. Ein schmaler Weg führt hinter der Schulturnhalle zurück zum Kirchplatz.

2. Schlierseer Höhenweg

Versteckt im Wald hoch über dem Schliersee liegt die Bergruine Hohenwaldeck. Bei einem schönen Rundwanderweg um den Schliersee gelangen wir zur Bergruine. Viel übrig ist von der Burg allerdings nicht, doch es sind genügend Mauerreste vorhanden, um sich ihre ursprüngliche Größe vorzustellen. Das Beste ist aber mit Sicherheit der Aussichtspunkt auf einem kleinen vorspringenden Felsen, von wo aus sich ein toller Blick über den See bietet. Weiter geht´s über einen Themenlehrpfad nach Fischhausen. Hier bietet sich eine Abzweigung zum Freilichtmuseum an. Anschließend geht es weiter zum Schliersee, wo ein erfrischender Sprung ins kühle Nass für Erfrischung sorgt.

Wegbeschreibung Schlierseer Höhenweg
Skizze Schlierseer Höhenweg
Skizze Schlierseer Höhenweg © Bruckmann Verlag GmbH / Heidi Schmalfuß

Vom Schlierseer Bahnhof wandern wir durch die Bahnhofs- und Lautererstraße bis zur großen Seestraße, der wir nach rechts bis zum Schlierseer Strandbad folgen. Gegenüber beginnt die Straße nach Unterleiten, wo wir nun der Wegnummer 674 folgen. Wir folgen der Linkskurve der Straße, die sich gleich wieder nach rechts wendet. Wenige Meter weiter halten wir uns dann rechts und steigen auf einem Wanderweg durch den Wald zur Teerstraße empor. Dieser folgen wir weiter bergauf zum Bauernhof Oberleiten, wobei wir erste schöne Aussichten auf den Schliersee genießen.

Unterhalb des Hofes biegen wir rechts auf den Wiesenweg zwischen den Zäunen ein. Der Ausblick auf den von Bergen umrahmten See ist hier wirklich einmalig. Danach kommen wir in den Wald und der Weg steigt spürbar an. Zum Glück ist es jetzt schattig. Die höchste Stelle ist jedoch rasch erreicht und unser Weg führt nun im leichten Auf und Ab in südliche Richtung. Dann nähern wir uns einigen Felsen und stehen kurz darauf an der Abzweigung zur Burg­ ruine Hohenwaldeck, die versteckt im Bergwald liegt. Viel übrig ist von der Burg nicht, aber es sind genug Mauerreste vorhanden, um sich ihre ursprüngliche Größe vorstellen zu können. Das Beste ist jedoch sicherlich der Aussichtspunkt auf einem kleinen vorspringenden Felsen.

Nach der Besichtigung steigen wir entlang eines Themenlehrpfades abwärts. Dann verlassen wir den Wald und kommen über den Maxlrainerweg nach Fischhausen. Jetzt müssen wir uns entscheiden. Gehen wir nach links, können wir das nahe Freilichtmuseum von Markus Wasmeier besuchen. Wer im Sommer unterwegs ist, den zieht es wohl nach rechts direkt zum Schliersee. Hier lockt ein Sprung ins Wasser.

Wer möchte, kann zu Fuß entlang des verkehrsberuhigten Westufers bis in den Ort Schliersee zurückwandern. Dort gibt es einige weitere idyllische und ruhige Badestellen. Der kürzere Weg führt aber über das Ostufer, dann aber auf einem Fußweg neben der B 307.

Wer müde ist, kann natürlich auch eine Station mit der Bahn abkürzen. Der Bahnhof Fischhausen liegt gegenüber dem Freilichtmuseum.

Eine weitere Alternative ist die Rückfahrt mit dem Motorboot. Es legt von Fischhausen ab und fährt uns bis zur Haltestelle Vitalwelt, von wo es nicht mehr weit bis zum Bahnhof ist.

3. Zur Wirtsalm

Auf der Nordseite des Wendelsteins liegt in einem kleinen Talkessel die Wirtsalm. Schöne Aussichten auf die umliegenden Berge sind garantiert. Der Weg führt vorbei an Almwiesen und durch ein Waldstück, wo es neben dem plätschernden Jenbach entlang geht. An der Alm angekommen lädt die sonnige und nach Süden ausgerichtete Terasse zu einer Pause ein. Auf dem Rückweg sollte man unbedingt noch einen Stopp am Jenbacher Wasserfall einplanen. Auf dem kleinen Weg ist Trittsicherheit erforderlich, aber der Abstieg lohnt sich, denn es bietet sich ein toller Blick auf den donnernden Wasserfall.

Wegbeschreibung Wirtsalm

Vom Wanderparkplatz Oberes Jenbachtal bei Bad Feilnbach folgen wir der Almstraße ein kurzes Stück, dann teilt sie sich und wir gehen rechts über die Almwiesen. War man während der Auffahrt mit dem Auto noch größtenteils im Wald, sind wir nun in einem sonnigen Almgebiet unterwegs, von dem wir sofort beste Aussichten auf die nahen Gipfel haben.

Noch einmal geht es dann durch ein Waldstück, neben uns plätschert friedlich der Jenbach. Wir passieren die Abzweigung zur Hillsteineralm an einer Brücke, kurz danach weist uns rechts das Schild zur Wirtsalm über einen kleineren Pfad aufwärts. Fünf Minuten später sind wir schon an der Alm und genießen eine Pause auf der sonnigen und nach Süden ausgerichteten Terrasse.

Zwei mächtige Ahornbäume spenden im Sommer etwas Schatten. Mit Kaffee und Kuchen verwöhnt, registrieren wir einmal mehr: Das Gute liegt so nah und bedarf nicht immer eines langen Fußmarsches. Aber irgendwann müssen wir dann zurück und verlassen mit Blick auf Wendel- und Breitenstein die Wirtsalm auf ihrer Zufahrtsstraße. So kommen wir in einem Bogen zurück zur Almstraße, der wir nun nach links, bald wieder auf bekanntem Weg zurück folgen.

Kurz bevor wir wieder am Oberen Parkplatz sind, sollten wir unbedingt noch dem Schild zum Jenbachsteig/ Wasserfall an einer Wanderkarte folgen. Es weist uns nach rechts auf einen Pfad in den Wald hinein. Auch wenn der Weg »Nur für Geübte und Trittsicherheit erforderlich« ist, lohnt sich der Abstieg wirklich. Unten erreichen wir zuerst den donnernden Wasserfall.

Direkt neben dem Bach beginnt dann ein kleiner Steig, der stellenweise über Felsen, Stufen, Gitterroste und Holzbohlen leicht bergab führt. Neben uns zwängt sich der Bach in ein immer enger werdendes Bach- bett und umspült gewaltige Felsen. Tiefgrüne Gumpen haben sich gebildet, die Kraft des Wassers kann man förmlich spüren. Viel zu schnell ist der Zauber vorbei und wir folgen links aufwärts der Beschilderung zurück zum Parkplatz. Oben treffen wir auf die kleine Teerstraße, der wir nur für wenige Minuten nach links folgen, bis wir wieder am Oberen Parkplatz stehen.

4. Mit dem Fahrrad zu den schönsten Seen Oberbayerns

Bei diesem Ausflug geht es mit dem Fahrrad zu einer Rundtour durch das Voralpenland zwischen dem Loisachtal und dem Starnberger See. Das ist die ideale Tour für einen heißen Sommertag, denn gleich drei Seen bieten sich zum Baden an. Für Erfrischung sorgen auch die Wirtshäuser am Weg, z.B. Fohnseestüberl, das Hoislbräu und das Bauernhofcafé Otthof.  Der Weg führt entlang der Osterseen so z.B. der Fohnsee und die Eitzenberger Weiher. Eine perfekte Tour für schöne Erlebnisse am Wasser!

Wegbeschreibung Radtour zu den schönsten Seen Oberbayerns
Skizze zu den schönsten Seen Oberbayerns
Skizze zu den schönsten Seen Oberbayerns © Bruckmann Verlag GmbH / Heidi Schmalfuß

Wir beginnen unsere Fahrt am Marienplatz an der Pfarrkirche St. Andreas in Wolfratshausen. Zunächst schieben wir unsere Räder durch die Rathauspassage zur Loisach. Auf dem Dammweg vor der Loisach fah- ren wir flussaufwärts, queren an der Johannisbrücke die B 11 und radeln nun stets dicht an der Loisach entlang. Nach dem Autobahnzubringer passieren wir eine Kleingartenanlage, dann endet unser Dammweg.

Wir fahren nach rechts zur Straße nach Beuerberg vor, überqueren diese etwa 150 Meter weiter und nehmen die Fahrstraße Richtung Degerndorf. Sie macht einen großen Linksbogen und biegt dann mit einem Rechtsknick ab. Jetzt heißt es runterschalten und kräftig in die Pedale steigen, das alte Loisach-Hochufer fordert uns schon am Beginn unserer Tour ganz schön.

An der Autobahnunterführung haben wir es geschafft und jetzt geht es gemütlicher weiter nach Degerndorf. Geradeaus durch das Dorf biegen wir beim Dorfweiher rechts ab. An der nächsten Straße halten wir uns für ca. 200 Meter links, dann nehmen wir die Straße rechts und sehen schon die Maria-Dank-Kapelle auf dem Hügel. Die Aussicht von dort ist einmalig, die knapp fünf Minuten Aufstieg zu Fuß lohnen sich auf alle Fälle.

Anschließend fahren wir weiter zur Straße Münsing-St.-Heinrich-Seeshaupt und queren sie zum Schloss Hotel Weidenkam. An diesem vorbei gelangen wir durch eine Allee abwärts nach Ambach, wo wir auf den Starnberger See treffen. Hier radeln wir nun links immer am See entlang, bald durch das Erholungsgebiet und weiter bis St. Heinrich. Wer jetzt schon mal ins Wasser springen möchte, hat hier reichlich Gelegenheit.

Vom Parkplatz in St. Heinrich führt der Radweg neben der Straße weiter. Nach etwa 700 Metern muss man aufpassen. Kurz vor Seeshaupt führt ein kleiner Pfad direkt vor zur Autostraße. Wir überqueren sie und sind damit auf der Schechener Straße, auf der wir, immer der Hauptstraße folgend, weiterradeln. Wir durchqueren zuerst Schechen und dann Sanimoor. Kurz darauf erreichen wir die Straße von Seeshaupt nach Penzberg, überqueren sie und fahren zur Bahn. Hier geht es nach links.

Immer an den Gleisen entlang treffen wir auf die Staltacher Straße, der wir nach rechts zur Maffeistraße folgen. Wir biegen rechts in sie ein und fahren unmittelbar danach links in die Osterseen- straße. An deren Ende wenden wir uns rechts in den Fohnseeweg und haben nach etwa 500 Metern unser Ziel, den Fohnseer Badeplatz mit seinem Wirtshaus, erreicht. Hier unter den hohen Bäumen liegt eine der schönsten Badestellen der Osterseen. Auch an heißen Sommertagen hält man es hier gut aus, vor allem, wenn im Hintergrund ein kühles Bier oder eine frische Limo winken.

Nach der Pause fahren wir den Fohnseeweg zur Osterseestraße zurück, dann aber geradeaus zur Hauptstraße vor. Nach links erreichen wir den Iffeldorfer Ortsrand, von dem aus es auf einem schönen Radweg weitergeht. Wir überqueren die Bahngleise und fahren auf der Straße, die von Penzberg nach Seeshaupt führt, etwa 350 Meter nach rechts. Dann biegen wir links in den Nantesbucher Weg ein. Er kreuzt die Autobahn und bringt uns zu den Eitzenberger Weihern, die wieder zu einem Sprung ins kühle Wasser einladen.

Nach den Weihern geht es nach rechts zum Weiler Oberhof und hier links nach Promberg, wo uns der Hoislbräu mit seiner Aussichtsterrasse wieder zu einer Rast verführen möchte. Am Gasthof vorbei halten wir uns dann scharf links. Der Feldweg vollführt abwärts eine Rechtskurve und teilt sich. Wir wählen den linken Weg und müssen dann nach Faistenberg wieder in die Pedale steigen. Aber es lohnt sich, denn oben wartet das Hofcafé Otthof mit selbstgebackenen Kuchen und kräftigen Brotzeiten auf uns.

Vom Café aus fahren wir in die Dorfmitte und dann nach rechts abwärts ins Loisachtal. Unten an der Straße von Penzberg nach Beuerberg geht es dann links auf einem Radweg flott dahin, bis wir die Bahnhofstraße von Beuerberg erreichen. Ihr Name erinnert an die längst aufgelassene Lokalbahn von Wolfratshausen nach Bichl. An ihrem Ende überqueren wir die Straße nach Wolfratshausen, ab hier wurde die alte Bahntrasse zum Radweg.

Diesen nutzen wir, um nach Wolfratshausen zurückzukommen. Der Weg ist hervorragend ausgeschildert, sodass wir ohne uns zu verirren wieder die Stelle erreichen, die wir vom Hinweg kennen. Nun ist es eine Kleinigkeit, den Weg zum Startplatz in Wolfratshausen zurückzufinden.

5. Auf den Buchberg

Der Buchberg zieht sich zwischen Bad Tölz und Bad Heilbrunn vor der Alpenkette entlang. Kaum jemand erwartet dort eine so wundervolle Aussicht, noch dazu führen die Wege dorthin einsam über Wiesen und Wälder – einfach ein paradiesisches Paradefleckerl Erde in Bayern! Die Strecke verläuft überwiegend auf Forstwegen und kleinen Pfaden. Mit einem Abstecher gelangt man zum Schönauer Weiher, einer tollen Bademöglichkeit im Sommer.

Wegbeschreibung auf den Buchberg
Skizze Buchberg
Skizze Buchberg © Bruckmann Verlag GmbH / Heidi Schmalfuß

Wir starten vom Parkplatz am Kurpark von Bad Heilbrunn und wandern durch den Käuter-Erlebnis-Park, der uns gleich etwas Zeit kostet. Der Kräuterpark endet an der Grundschule, dort folgen wir links dem Fußweg, vorbei am Fußballplatz. Der Weg mündet in eine Querstraße. Wir gehen kurz nach links, dann biegen wir vor der kleinen Bachbrücke rechts in den Privatweg ein. Nach wenigen Metern gibt es noch eine Brücke, die nach links über den Bach führt.

Der Weg steigt über ein paar Stufen an und mündet in einem Feldweg. Wir folgen ihm nun nach rechts bis zum Buchberg. Dabei passieren wir die zwei Bauernhöfe von Wörnern, dahinter geht es geradeaus in den ansteigenden Forstweg. An Almwiesen vorbei sind wir dann im Weiler Buchberg mit seinen blumengeschmückten Höfen.

Wir folgen der dort beginnenden Teerstraße bis zum Waldrand. Dann führt rechts ein kleiner Trampelpfad über eine Wiese zum Gipfelkreuz des Buchbergs (Schild HK9). Oben haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht und freuen uns über das weite Panorama und die hervorragend platzierte Aussichtsbank. Wer keine Lust auf einen steilen Abstieg hat, wandert auf gleichem Weg zurück.

Ansonsten gibt es eine abwechslungsreiche Variante. Dafür gehen wir an der mächtigen hohlen Linde vorbei zu dem großen Haus und umrunden es auf seiner linken Seite. Dann geht es nach rechts auf einem Feldweg auf das nächste einsame Gehöft bzw. Baustelle zu. Wir umgehen es auf seiner linken Seite und steigen durch eine Viehsperre abwärts zum Wald.

Nach einer weiteren Viehsperre halten wir uns auf dem deutlich sichtbaren Pfad im Wald links abwärts. Der Pfad verläuft in östlicher Richtung am Berghang entlang, unter uns liegt der Blombergbahn-Parkplatz. Nach einigen Hundert Medem Tor.

Nun geht es am Ufer des Stallauer Weihers entlang. An dessen Ende folgen wir der Linkskurve bis zum ehemaligen Gasthof Wiesweber. Dort halten wir uns rechts und biegen gleich darauf erneut rechts in die kleine geteerte Straße, die über Felder und noch einmal leicht bergauf wieder in den Weiler Wörnern führt.

Nun wandern wir ein Stück auf dem Hinweg zurück bis zu den Treppenstufen. Wir steigen aber nicht ab, sondern folgen dem Feldweg. An den Häusern von Hub stoßen wir auf eine Teer- straße, der wir ebenfalls weiter in Wanderrichtung folgen. An dem auffälligen windschiefen Schuppen halten wir uns links und wandern zu den Häusern der Ramsau hinunter. Ein Abstecher führt zur schönen Antoniuskapelle auf einem kleinen Hügel.

Ansonsten halten wir uns an der Vorfahrtstraße zuerst links und dann rechts zum Gasthaus RamsAu. Eine gute Adresse für eine Einkehr! Das Haus hat einen ganz persönlichen Look und wird mit viel Liebe und Charme geführt.

Genau gegenüber dem Gasthaus sprudelt ein Brunnen am Stallauer Bach. Dort queren wir den Bach und folgen den Treppenstufen bergauf zu einer Wiese. Geradeaus über die Wiese passieren wir die Rückseite eines Bauernhofs und folgen dem geteerten Wanderweg nach rechts. Er führt leicht bergauf über sonnige Wiesen, vorbei an einer kleinen Kapelle nach Bad Heilbrunn.

Ein letztes Mal genießen wir die Aussicht über das Loisachtal, dann wenden wir uns links in den Talweg, der uns exakt zum Startplatz zurückbringt.

Die Texte wurden vom Bruckmann Verlags zur Verfügung gestellt.

Raus ins Grüne München (J. Berg Verlag) im Buchhandel erhältlich. Der Preis beträgt 14,99 Euro. ISBN: 978-3-86246-586-6.

Der J. Berg Verlag wurde im Jahr 1950 in München gegründet. Zum Programm gehören Freizeitführer und Bildbände zu Themen aus Bayern, dem Alpenraum sowie den angrenzenden Regionen und Ländern. Mitte der 1990er Jahre wurde J. Berg in das Bergbuch-Programm des Bruckmann Verlags integriert. Heute publiziert J. Berg als Imprint des Bruckmann Verlags bereits seit 2004 wieder unter eigenem Namen Freizeitführer und alpine Buchtitel.

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