Große Staubilanz für die Sommerferien

von Redaktion Wuermtal.Net

Über 13000 Kilometer Stau in Bayern

Bayern ist mit 15,4 Prozent an Staus über zehn Kilometern auf Platz drei
Ein Rückblick auf den Sommerreiseverkehr 2018 – Bayern ist mit 15,4 Prozent an Staus über zehn Kilometern auf Platz drei der Auswertung. Spitzenreiter ist Niedersachsen mit einer Prozentzahl von 26,3.

Die gute Nachricht: Eine Fahrt in den Urlaub endete in diesem Jahr weniger häufig im Stillstand. Staureichstes Bundesland – gerechnet nach Stau mit mehr als 10 Kilometern Länge – ist Niedersachsen (133 Staus), gefolgt von Baden-Württemberg (109). Der Freistaat landet mit 78 Staus auf Platz drei in der Auswertung. In Bayern kam es während der bayerischen Schulferien insgesamt zu 6411 Staus mit einer Länge von 13797 Kilometern. Dabei waren 24 Staus über zehn Kilometer lang und zogen sich über eine Länge von 231 Kilometern. Die ersten beiden Ferienwochenenden waren dabei am schlimmsten. Vom 27. bis 29. Juli kam es zu 1166 Staus auf 2499 Kilometern. Am darauffolgende Wochenende, 3. bis 5. August wurden 1115 Staus mit einer Länge von 2477 Kilometern registriert. Am wenigstens los war zur Halbzeit – vom 17. bis 19. August wurden ‚nur‘ 715 Staus auf bayerischen Straßen verzeichnet. Nach wie vor sorgten die Grenzkontrollen bei der Einreise von Österreich nach Bayern für lange Autoschlangen. Die Wartezeit betrug mitunter rund drei Stunden, die Staus bildeten sich dabei allerdings nicht in Deutschland.

Autourlauber fahren häufiger unter der Woche

Insgesamt kam es in Deutschland während der zwölf Ferienwochenenden vom 22. Juni bis 9. September zu 510 Staus über zehn Kilometern, im vergangenen Jahr zählte der ADAC hier noch 791. Grund für diesen Rückgang ist vermutlich die flexiblere An- und Abreise. Während ein Samstag in den Ferien seit Jahren als der klassische Tag des ‚Bettenwechsels‘ galt, gibt es hier wohl neuerdings Verschiebungen. „Wir nehmen an, dass viele Autourlauber vermehrt auch unter der Woche verreisen“, so ADAC Stauexperte Rudolf Vogler. Deutschlandweit bildeten sich knapp 70 Prozent aller Staus über zehn Kilometern an einem Freitag – Samstag und Sonntag lagen beim Verkehrsaufkommen fast gleichauf. Auch das anhaltenden Hochsommerwetter in Deutschland dürfte für eine weitere Entschärfung des Sommerreiseverkehrs gesorgt haben. Die meisten Staus sind durch erhöhtes Verkehrsaufkommen und Baustellen entstanden. Ähnlich wie im letzten Jahr gab es während der Sommerferien insgesamt durchschnittlich 460 Baustellen.

Die TOP 5 der schlimmsten Stauwochenenden in diesem Sommer.
Die TOP 5 der schlimmsten Stauwochenenden in diesem Sommer.

Bayerische Stau-Schwerpunkte:

  • A8: 29.07. – München-Süd bis Frasdorf, 16 km
  • A8: 07.09. – Anschlussstelle Rosenheim bis Anschlussstelle Irschenberg,15 km
  • A9: 28.07. – Göggelsbuch bis Nürnberg/Feucht, 14 km
  • A3: 12.08. – Anschlussstelle Pommersfelden bis Anschlussstelle Schlüsselfeld, 14 km
  • A3: 29.07. – Anschlussstelle Marktheidenfeld bis Anschlussstelle Rohrbrunn, 12 km
  • A3: 08.09. – Anschlussstelle Höchstadt-Nord bis Anschlussstelle Geiselwind, 12 km

Auch am letzten Ferienwochenende in Bayern vom 7.9. bis 9.9. gab es viel Stillstand – hier wurden 40 Staus über zehn Kilometern Länge registriert.

(Quelle: ADAC-Presse)

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