Die eigene DNA zum Anfassen

von Redaktion Wuermtal.Net

Girls’ und Boys’ Day an den Martinsrieder Max-Planck-Instituten

Computer sind was für Männer und Tierpflege was für Frauen? Am 27. April können sich 30 Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren vom Gegenteil überzeugen. Die Martinsrieder Max-Planck-Institute (MPIs) laden zum diesjährigen Girls’ und Boys’ Day Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klasse zu einem gemeinsamen Zukunftstag ein. Die jungen Besucher können Forschung hautnah erleben und erfahren, welche Karrieremöglichkeiten die Institute bieten. Am Ende des Tages gibt es noch ein ganz besonders Andenken mit nach Hause: die eigene DNA.

Was bedeutet Grundlagenforschung? Wie sieht der Alltag von Mitarbeitern und Wissenschaftlern an einem Forschungsinstitut aus? Die Martinsrieder MPIs bieten auch dieses Jahr wieder 30 wissenschaftsbegeisterten Jugendlichen die Gelegenheit hinter die Kulissen zu schauen. In einer kurzen Einführung erfahren sie, dass am MPI für Neurobiologie die Entstehung, Entwicklung und Funktion des Gehirns und des Nervensystems im Fokus der Wissenschaftler steht. Am benachbarten MPI für Biochemie forschen die Wissenschaftler an der Struktur und Funktion von Proteinen.

Nach dem Vortrag schlüpfen die Jugendlichen selbst in den Laborkittel. Das Ziel: Die eigene DNA aus der Mundschleimhaut isolieren. Diese nehmen sie dann als Andenken in einem Reaktionsgefäß mit nach Hause.

Am Nachmittag erhalten die Gäste dann an insgesamt acht Stationen einen Einblick in Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten an den Instituten:

  • Im Rechenzentrum untersuchen sie, was sich in einem Computer verbirgt

  • Mit den Mitarbeitern des Tierhauses versorgen sie professionell verschiedene Tiere

  • Die Gärtnerei zeigt ihnen, wie Grünflächen gepflegt werden

  • Eine biologisch-technische Assistentin zeigt den Gästen verschiedene molekularbiologische Methoden

  • In der Imaging Facility lernen die Jugendlichen zahlreiche Mikroskope und deren Funktionen kennen

  • In der Verwaltung erfahren die Gäste, wie Büromanagement an einem Forschungsinstitut funktioniert

  • In der Forschungsabteilung „Molekulare Bildgebung und Bionanotechnologie“ des MPI für Biochemie bauen die sie kleinste Nanomaschinen

  • In der Forschungsgruppe „Synapsen-Schaltkreise-Plastizität“ des MPI für Neurobiologie erfahren die Jugendlichen, wie Nervenzellen funktionieren

Zum Abschluss des Tages kommen alle wieder zusammen und berichten den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, was sie erlebt haben. Vergangene Girls‘ und Boys‘ Day haben gezeigt, dass die Institute mit ihrem Angebot das Interesse der Jugendlichen wecken: einige von ihnen kehren in den Jahren darauf für Praktika und Ausbildung zurück.

Die beiden Max-Planck-Institute bilden in insgesamt sechs Berufen in wissenschaftlichen, administrativen und technischen Serviceeinrichtungen aus. Die Ausbildung erfolgt in enger Verzahnung mit der Forschung der Institute. Manche Ausbildungen, wie etwa die zur/m Feinwerkmechaniker/in werden bereits seit 1975 angeboten.

Über die Institute

Das Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München zählt zu den führenden internationalen Forschungseinrichtungen auf den Gebieten der Biochemie, Zell- und Strukturbiologie sowie der biomedizinischen Forschung und ist mit rund 35 wissenschaftlichen Abteilungen und Forschungsgruppen und insgesamt 850 Mitarbeitern eines der größten Institute der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. www.biochem.mpg.de

Das Max-Planck-Institut für Neurobiologie forscht an den Grenzen des bisherigen Wissens mit dem Ziel, die grundlegenden Funktionen, den Aufbau und die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems zu verstehen. Die Wissenschaftler nutzen dabei die modernsten Methoden aus der Genetik, Molekularbiologie, Computersimulation und Mikroskopie, oder entwickeln diese selbst.

Das Institut beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und hat seinen Sitz am Life Science Campus Martinsried, im Südwesten von München.

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