Artenreiche Wildblumenwiese beim Bahnhof Planegg

von Gemeinde Planegg

Gemeinde Planegg geht mit gutem Beispiel voran

Auch am Planegger Bahnhofsplatz wird die Gemeinde Planegg demnächst mit gutem Beispiel voran gehen und eine weitere, artenreiche Blühfläche als Lebensraum vor allem für Insekten schaffen.

Anspritzbegrünung durch spezialisierte Gartenbaufirma

Das Saatgut wird hierbei in einer wässrigen Lösung auf die doch sehr steile Böschung aufgespritzt werden und dort kleben bleiben. Dadurch soll im Gegensatz zu einer Ansaat per Hand verhindert werden, dass sie beim nächsten Regen nach unten gewaschen wird, so dass der Hang auch gleichmäßig begrünt werden wird. Der Anspritzflüssigkeit wird zusätzlich Zellulose beigemischt, die Feuchtigkeit speichert und so insbesondere in den ersten Wochen während der Keimung dafür sorgt, dass die Jungpflanzen nicht austrocknen. Durch die Zellulose kann auf den angrenzenden Asphaltflächen vorübergehend ein grauer Belag entstehen. Es wird jedoch keinerlei Pestizid oder Ähnliches verwendet, die Anspritzbegrünung ist für Mensch und Umwelt völlig unbedenklich.

Das verwendete Saatgut ist übrigens zu 100% autochthon. Das bedeutet, dass es ausschließlich von gebietsheimischen Mutterpflanzen aus dem Großraum München stammt. Der Gemeinde ist es wichtig, nicht nur die Arten-, sondern auch die genetische Vielfalt zu erhalten. Denn etwa eine einheimische Wiesenflockenblume aus der Münchner Schotterebene gehört einer anderen genetischen „Sippe“ an wie eine Pflanze derselben Art aus der Oberpfalz oder der Norddeutschen Tiefebene.

Die Saatgutmischung besteht zu je 50% aus Wildblumen und –gräsern, um einen möglichst bunten Blühaspekt zu erzielen, der auch das Auge des Betrachters erfreut. Es kommen 39 verschiedene Wildblumen- sowie 8 Gräserarten zum Einsatz.

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