Andechser Maibock - unfiltriertes Bockbier

von Redaktion Wuermtal.Net

Ausschank exklusiv nur im Andechser Bräustüberl vom 1. bis 21. Mai 2017

Gebraut wird der Maibock auf Basis des Bergbock Hell
Gebraut wird der Maibock auf Basis des Bergbock Hell

Das Andechser Jubiläumsbier zum 500. Geburtstag des Bayerischen Reinheitsgebotes 2016 war der Renner im Bräustüberl. Über 14.000 Halbe des süffigen hellen Bockbieres hatten die Schankkellner zwischen Mai und Juli über den Tresen geschoben. Heuer knüpft die Klosterbrauerei Andechs mit einem unfiltrierten Maibock an diese kleine Erfolgsgeschichte an. Anstich ist im Bräustüberl am 1. Mai um 11 Uhr.

Gebraut wird der Maibock auf Basis des Bergbock Hell, allerdings wird dieses helle Bockbier im Anschluss an die Lagerung nicht filtriert, sondern naturtrüb direkt an das Bräustüberl geliefert.

Ein unfiltriertes Bockbier

Eine fast geheimnisvolle und blickdichte Bernsteinfärbung und ein fester feinporiger Schaum machen Lust auf den ersten Schluck Andechser Maibock. Kräftige Malz- und blumig-hopfige Aromanoten verbinden sich in diesem unfiltrierte Bockbier mit leichten Fruchtaromen. Trotz seiner stattlichen über 16 Gewichtsprozent Stammwürze und knapp 7 Volumenprozent Alkohol ist der Maibock angenehm vollmundig, verbunden mit einem kräftigen, jedoch nicht aufdringlichen Körper. Eine charakterstarke Hopfenbittere macht ihn ebenso unverwechselbar wie die Verbindung mit einer ganz leichten Honigsüße. Beide sorgen für einen weichen und harmonischen Abgang.Mit dem Andechser Maibock können die Gäste des Bräustüberls wieder ein so genanntes „Zwickelbier“ genießen. Dieses besondere Privileg genossen früher nur die Brauermeister, die das „Zwickelbier“ im Lagerkeller direkt aus den Lagerfässern und –tanks entnehmen konnten, um den Reifegrad des Bieres festzustellen.

Wie das Zwickelbier zu seinem Namen kommt

Seinen Namen hat das „Zwickelbier“ vom sogenannten „Zwickelhahn“. Dieser Hahn ist eine kleine Zapfvorrichtung im Lagertank, um Proben des reifenden Bieres zu nehmen. Damit man diesen Probenhahn nicht versehentlich öffnen konnte, hatte der Hahn in vielen Fällen keinen oder nur einen sehr kleinen Griff. Oft verfügte der „Zwickelhahn“ sogar nur einen kleinen Schlitz, damit man ihn mit Hilfe eines Schraubendrehers bedienen konnte. Statt des Schraubendrehers hat sich aber auch im Laufe der Zeit die Verwendung einer einfachen Geldmünze eingebürgert. In Bayern eignete sich dazu lange Zeit das Zweimarkstück. Und genau diese Geldmünze wurde in vielen Dialekten auch als „Zwickel“ bezeichnet.

Bockbier – eine kleine Sortenkunde Damit ein Bier wie unser Andechser Bergbock Hell, oder unser Andechser Doppelbock Dunkel als „Bockbier“ bezeichnet werden kann, muss es zunächst einmal eine zentrale Anforderung erfüllen: sein Stammwürzegehalt muss bei mindestens 16 Gewichtsprozent liegen. Bei der Bezeichnung „Doppelbock“ liegt die Meßlatte noch etwas höher: Da muss der Stammwürzegehalt schon wenigstens 18 Gewichtsprozent betragen. Als „Stammwürze“ bezeichnet der Braumeister den Anteil gelöster Stoffe (insbesondere Malzzucker, aber auch Eiweiß, Mineralien und Vitamine) in der Würze, bevor sie im Gärkeller unter Zugabe von Hefe vergoren wird. Die Hefe wandelt dabei den in der Würze gelösten Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure um.

So führt logischerweise ein höherer Anteil an Stammwürze auch zu einem höheren Alkoholgehalt des Bieres. Um ganz grob vom Stammwürzgehalt auf den Alkoholgehalt schließen zu können, kann man sagen, dass der Alkoholgehalt des Bieres in etwa ein Drittel seines Stammwürzegehaltes beträgt. Somit liegt der Alkoholgehalt des Bockbieres normalerweise bei über 6 Volumenprozent Alkohol, beim Doppelbock sind dann schon über 7 Volumenprozent Alkohol zu erwarten. Ein Vollbier dagegen ist wesentlich leichter und weist einen Stammwürzegehalt zwischen 11 und 12 Gewichtsprozent auf und einen Alkoholgehalt zwischen 4,5 und 5,0 Volumenprozent Alkohol.

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