„Ästhetik der Sachlichkeit mit Liebe zum Detail“

von Gemeinde Gräfelfing

Bürgermeisterin Uta Wüst präsentierte das Rathaus zum Tag des offenen Denkmals

 Ein Denkmal ist es zwar noch nicht, aber es steht auf der Vormerkliste für den Denkmalschutz. Das „neue“ Rathaus an der Ruffiniallee, das in Abgrenzung zum „alten“ Rathaus in der Bahnhofstraße oft noch so genannt wird, feierte 2017 bereits seinen 50. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums organisierte die Gemeinde damals eine Ausstellung, von der Teile zum Tag des offenen Denkmals am 8. September 2019 nun wieder aufgebaut worden sind.

Die Gräfelfinger Bürgermeisterin, selbst stellvertretende Repräsentantin des Städtetages im Landesdenkmalrat, führte auf einem Rundgang durch den Sichtbetonbau und gab dabei viele Hintergrundinformationen zu dieser zweiten Generation der Nachkriegsarchitektur, die sich durch klare Sachlichkeit, durch die Homogenität des Baumaterials Beton auf der einen Seite und seiner enormen Vielfalt auf der anderen Seite, auszeichnet.

In dieser oft fälschlicherweise abwertend „Brutalismus“ genannten Epoche („Beton brut“ ist der reine, unvermischte Sichtbeton) wird das Baumaterial Beton in den unterschiedlichsten Formen und Strukturen verwendet: geschalter Beton in Holzoptik mit Maserung, glatter Beton, Rauhputz, Wechsel der Schalungsrichtung – hier wurde nichts dem Zufall überlassen, es war eine große Liebe zum Detail. Betonbauer war zu dieser Zeit ein anspruchsvoller Beruf.

In einem Sonderheft informierte die Gemeinde 2017 ausführlicher zu den Eigenheiten des Rathauses. Diese kann auf der Gemeinde-Homepage heruntergeladen werden.

Im Rathaus sind nun noch drei Wochen lang die Teile der Ausstellung vom Rathausjubliläum 2017 zu sehen, die ebenfalls über seine Architekturgeschichte informieren. Immer zu den Öffnungszeiten des Rathauses.

Zurück