Neuer Archivpfleger für den Landkreis Starnberg

von Landkreis Starnberg

Archive vernetzen

Die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns hat im Einvernehmen mit dem Landkreis Starnberg den Leiter der Kommunalaufsicht im Landratsamt, Gerhard Hertlein, zum 1. Oktober 2009 auf fünf Jahre zum ehrenamtlichen Archivpfleger für den Landkreis Starnberg bestellt. Er übernimmt damit die Funktion als Nachfolger von Wilhelm Knott, der Mitte des Jahres in den Ruhestand gegangen ist. Landrat Karl Roth händigte Hertlein am heutigen Freitag die Bestellungsurkunde und den Dienstausweis aus und wünschte ihm auch im Namen der Generaldirektion für seine zukünftige Tätigkeit alles Gute und viel Erfolg.

Die Aufgabe des Archivpflegers ist es, die Gemeinden in allen Fragen des kommunalen Archivwesens zu beraten. Er soll die Gemeinden in regelmäßigen Abständen besuchen und dabei alle mit dem Archiv zusammenhängende Probleme erörtern. Der Kreisarchivpfleger ist damit Ansprechpartner für alle Fragen der Archivierung, aber auch für alle Fragen der Schriftgutverwaltung sowie der Bewertung von Registraturgut hinsichtlich seiner Archivwürdigkeit.

Hertlein beabsichtigt, in den kommenden Wochen alle Gemeinden im Landkreis zu besuchen, den Archivbestand aufzunehmen, ihn auszuwerten und Handlungsempfehlungen zu geben. Neben den Beratungsgesprächen vor Ort ist es ihm ein Anliegen, die gemeindlichen Archive durch eine gemeinsame Internetplattform miteinander zu vernetzen und die Archivare durch Fachbesprechungen und Fortbildungsveranstaltungen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Er will gemeinsame Ausstellungprojekte im Landkreis initiieren und begleiten, um die Aufgabe und Bedeutung der gemeindlichen Archive in der Öffentlichkeit stärker bewusst zu machen.

In diesem Zusammenhang berichtet der neue Kreisarchivpfleger, dass die gemeindlichen Archivare im September kommenden Jahres eine Ausstellung zum Thema ""Schule"" planen. Die Ausstellung soll das Thema ""Schulen im Landkreis Starnberg"" in vielfältigen Varianten in die Zeit nach Einführung der Schulpflicht in Bayern im Jahr 1802 präsentieren. Die Archivare sind für jede Anregung und historisches Material dankbar. ""Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, diese Ausstellung zu unterstützen und sich mit ihren Archivpflegern in den Rathäusern in Verbindung zu setzen, wenn sie durch ihr Wissen, aber auch durch alte Klassenfotos, Zeugnisse, Schulbücher und ähnlichem einen Beitrag zur historischen Schulausstellung leisten können"", so Hertlein.

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