Ihre Meinung ist gefragt:DiskussionsforumAnregung und Kritik an die Oberpostdirektion München |
Teil 1 - Die Strategie Teil 2 - Die akutelle Situation Teil 3 - Die Post-Agentur in Lochham |
Die Strategie der Deutschen Post AG
Wenig interessiert wirkt die Deutsche Post AG jedoch am Durchschnittskunden, der seine Briefe innerhalb Deutschlands verschickt. Denn die Post hat immer mehr Filialen geschlossen. Das trifft vor allem die Bevölkerung ländlich strukturierter Gebiete oder aus dem Stadtumland, so auch im Würmtal. McPapers und Postagenturen sollen die geschlossenen Filialen ersetzen. Die McPaper/Post-Filialen werden von der Posttochter McPaper betrieben. Die Mitarbeiter werden dafür in mehrwöchigen Kursen in Post- und Finanzangelegenheiten geschult. Ende 1998 lag die Anzahl der McPaper/Post-Filialen bei gut 40, 1999 sollten rund 100 dazu kommen.
Sie wurden und werden in ortsansässigen Geschäften eingerichtet und von den Ladeninhabern betrieben. Mit den Problemen der Postagenturen werden wir uns ausführlich in unserem Artikel zur Postagentur in Lochham beschäftigen. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat die Post vor, die Zahl der Beschäftigten zu reduzieren. Damit soll das Unternehmen börsentauglich gemacht werden und die Shareholder Value erhöht werden. Die Postgewerkschaft befürchtet, dass sich nach dem Börsengang im Herbst der Service für normale Kunden noch weiter verschlechtert. Offiziell behauptet die Deutsche Post AG dagegen, der Dienst am Kunden werde im Gegenteil noch verbessert. Durch verstärkte Automatisierung soll der Service aufrecht erhalten werden. Schön und gut in der Theorie, nur in der Praxis funktioniert es nicht immer.
Die Alternative e-Mail E-Mail ist heute für viele die billige Alternative zur herkömmlichen Briefpost. Aber ältere Leute sind oft mit der Technik überfordert. Zudem warnt der Bayerische Datenschutzbeauftragte Dr. Reinhard Vetter: "Generell sollte der Nutzer sowenig Informationen wie möglich ins Internet gelangen lassen. Die E-Mail-Adresse sollte man nicht ohne weiteres preisgeben und die Kreditkartennummer schon gar nicht." Die E-Mail-Adresse könne zu allen möglichen Zwecken missbraucht werden. Die unsignierte und unverschlüsselte Nachrichtenübermittlung über E-Mail sei so ähnlich wie eine mit Bleistift beschriebene Postkarte mit Adressenangabe, die man einem Unbekannten übergibt. Hier stellt sich die Frage: Wie verhält es sich mit dem regen Handel von postalischen Adressen?
Ihre Meinung ist gefragtWelche Erfahrungen haben Sie mit dem Service der Post gemacht? Sollten mehr Postagenturen im Würmtal eingerichtet werden? Sehen Sie die Problematik der E-Mail ähnlich dramatisch wie der Datenschutzbeauftragte? Schreiben Sie über ihre Eindrücke in unserem Diskussionsforum zu diesem Thema. Hier gehts's weiter mit Teil 2 - Die akutelle Situation |