Ergebnis vom 27.02.2000- "Der Bürger hat entschieden":
4766 Wahlberechtigte machten Gebrauch von Ihrem Wahlrecht!
Entscheid I (1672) (3094) Entscheid II
angeben werden nur die Ja-Stimmen - ohne Gewähr.
Inzwischen sind autorisierte Stellungnahmen zu beiden Bürgerentscheiden eingegangen. (15.02.2000)
Als Befürworter des Bürgerentscheid I hat Dieter Sommer ein Statement der InteressenGemeinschaft Gräfelfing abgegeben.
Als Befürworter des Bürgerentscheid II hat Jürgen Lüsch ein Statement für die Allianz abgegeben.
Beide Pläne stehen als Grafik zur Verfügung, so dass Sie sich selber ein Urteil bilden können.
Die Diskussion um den Bürgerentscheid zum Umbau der Bahnhofstrasse in
Gräfelfing
Eine Zusammenfassung von Wuermtal.Net (22.02.2000)
Am 27. Februar sind die Bürger Gräfelfings zu einer Abstimmung über zwei
Vorschläge zum Umbau der Bahnhofstrasse in Gräfelfing aufgerufen. Der
Bürgerentscheid 1 wird befürwortet von der Interessengemeinschaft Gräfelfing
(IGG), der SPD und den Grünen, der Bürgerentscheid 2 von der CSU, der F.D.P. und
der BVGL. Kompliziert wird die Sache dadurch, dass noch zwei unterschiedliche
Planungskonzepte im Raum stehen, die aber nicht Gegenstand der Abstimmung sind.
Der Bürgerentscheid 1 fußt auf dem Konzept des Architekturbüros Zwischenräume,
der Bürgerentscheid 2 auf der Planung des Büros Dipl. Ing. Matthias Overbeck,
der von der Arbeitsgemeinschaft Gräfelfinger Geschäfte (AGG) am 4. Februar in
Auftrag gegeben wurde.
Gegenseitige Vorwürfe
Die Gemüter sind erhitzt und beide Seiten machen sich Vorwürfe. So sprachen
die Befürworter des Bürgerentscheids 2 in einer Presseerklärung von einer
"fortwährenden Verunsicherung und Einschüchterung" des Planers Overbeck und
beschweren sich darüber, dass in den gemeindlichen Schaukästen aus
Gemeindemitteln gefertigte Planentwürfe des Büros Zwischenräume aushängen. Von
einem "schauderhaften Spiel" der IGG und des Bürgermeisters ist die Rede. In
einer weiteren Pressemitteilung wird dem Bürgermeister vorgeworfen, sich in
Widersprüche zu verwickeln bei seiner Entscheidung, nur die Pläne für den
Bürgerentscheid 1 der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, nicht aber den
Bürgerentscheid 2. Die Befürworter des Bürgerentscheids 2 kritisieren am
Bürgerentscheid 1 vor allem, dass dieser 30 Parkplätze koste und eine
Straßenbreite von nur 7, 50 m zum Verkehrschaos führen werde, weil MVV,
Feuerwehr und Notarzt nicht mehr durchkommen würden. Sie fordern eine
Straßenbreite von mindestens 8 m und den Erhalt von Parkplätzen, vor allem durch
Schrägparken.
Demgegenüber sprechen die Befürworter des Bürgerentscheides 1 von einem
Konflikt Aufenthaltsqualität oder Parkplätze. Zusätzlich führen sie ins Feld,
dass der Bürgerentscheid 1 sofort umgesetzt werden kann. Dagegen würde beim
Bürgerentscheid 2 die Diskussion lediglich fortgesetzt werden. Der
Bürgerentscheid 2 sei eine gute städtebauliche Lösung, der viel Platz für
Fußgänger und Radfahrer lasse mit einem Angebotsstreifen für die Radfahrer und
einer Gehwegbreite von 3 m. Auch die Befürworter des Bürgerentscheids 1 geben
sich sehr engagiert. Ein Gräfelfinger Ehepaar hat sogar schon zum
"pazifistischen Straßenkampf" aufgerufen.
Vorläufiger Höhepunkt der Auseinandersetzung ist eine Beschwerde von CSU, BVGL und FDP an das Landratsamt, deren Inhalt Sie im Diskussionsforum nachlesen können.
Wenn Sie zusätzliche Informationen wünschen, finden sie auf unserer Web-Site
die Pläne im Detail und die wesentliche Argumente beider Seiten. Nehmen Sie auch
an der Diskussion bei uns teil. [JJ]
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