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Prof. Dr. Horst Domdey
Vorstand der BioM AG
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Wuermtal.Net: Herr Professor Domdey wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung der Biotechnologie im Raum München ein?
Professor Dr. Domdey: Derzeit sind im Raum München rund 110 Biotechnik-Betriebe tätig. Dabei zählen wir auch 2-Mann-Betriebe mit. Andere Quellen die eine andere Firmengrösse voraussetzen kommen auf rund 70 Betriebe.
Ich gehe von einem Wachstum von 10 bis 15 Betrieben pro Jahr aus. Später wird sich die Zahl wahrscheinlich bei rund 150 Betrieben einpendeln, da die eine oder andere Firma von grösseren Firmen übernommen werden wird.
Wuermtal.Net: Biotechnologie macht keine großen Abgase, keinen Lärm und bedingt auch keinen großen Lieferverkehr - wie Sie es ausgedrückt haben "Firmen, die man sich malen muss". Das derzeit stärkste Argument gegen die Ausweitung des Biotechnikzentrums Martinsried ist die Abholzung des Bannwalds.
Wäre nicht eine Region der kurzen Wege mit dezentralen Standorten eine Alternative zum derzeitigen Vorschlag?
Professor Dr. Domdey: Natürlich wollen wir auch die ganze Region mit einbeziehen. Es sind z.B. Verhandlungen mit Freiham im Gange und für Tutzing. Ausserdem werden im Gebiet der Stadt München Betriebe angesiedelt.
Für viele ansiedlungswillige Firmen ist aber das überzeugendste Argument die absolute Nähe zu Forschung und Partnerfirmen. Der bisherige Erfolg des Standorts Martinsried hat direkt mit mit dieser Nähe zu tun. In Martinsried können wir ein hervorragendes Angebot machen - wenn die Flächen zur Verfügung gestellt werden können.
Wuermtal.Net: Vielen Dank für das Gespräch Herr Prof. Domdey.
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